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von Christian Hoser

Mens sana in corpore sano

 

anno 2013

 

„Nur in einem gesunden Körper ist auch ein gesunder Geist“

 

 

Diese Interpretation des bekannten Spruches ist schnell als unhaltbar entlarvt. Für viele Menschen bedeutet Krankheit zwar auch eine schwere psychische und mentale Belastung, und trotzdem schaffen sie es, geistig gesund zu bleiben. Auch die wörtliche Übersetzung: „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“, ist wohl nicht jene, die ursprünglich vom Autor gemeint wurde. Beim Beobachten der Gladiatorenkämpfe im vorchristlichen Rom, wurden Juvenal die eindimensionalen Auswüchse des Körperkults so drastisch vor Augen geführt, dass er sich wünschte: „Es möge doch in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wohnen“.

Ausgehend von diesem Flehruf, dass sich körperlich gesunde Menschen auch um einen gesunden Geist bemühen mögen, darf ich eine dritte Interpretation anbieten: Es ist heutzutage besonders wichtig geworden, dass ein gesunder und wacher Geist sich um die Gesundheit des Körpers kümmert. Unter dem Schlagwort der Zivilisationskrankheiten sind Bluthochdruck, Bewegungsarmut, Hypercholesterinämie, Blutzuckerkrankheit und vieles mehr bekannt geworden. Viele dieser Probleme sind besonders in ihren Anfangsstadien leicht durch einen bewegten und damit trainierten Körper in den Griff zu bekommen. Der gesunde Geist wäre also hier zu verstehen als ein Appell, sich Gedanken zu machen darüber, wie man in sein tägliches Leben einen Rhythmus bekommt, der es uns erlaubt, jene körperliche Aktivität auszuführen, die uns einerseits Spaß macht und auf der anderen Seite unabdingbar für die Gesundheit ist. Wir sind nun einmal eine „Muskelmaschine“, die in ihren vielfältigen Funktionen nur dann gut geschmiert läuft, wenn sie auch betätigt wird. Um mit einem simplen Spruch zu enden: „Wer rastet, der rostet“!

 

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